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Der Charakter der Maine Coon
Die Maine Coon ist trotz ihres wilden Aussehen eine sehr liebe und liebebedürftige Wohnungskatze. Dabei fordert sie ihre Streicheleinheiten oft vehement ein. Doch die Maine Coon ist nicht immer ruhig, sie braucht auch ihre aktiven Phasen, in denen sie vom Spielen und Herumtollen nicht genug zu bekommen scheint. Dabei ist ihr jeder Spielfreund und jedes Spielzeug recht. Sorgen sie also immer dafür, dass ihre Maine Coon etwas zu tun bekommt. Dies gilt besonders für die Zeiten, die sie allein zu Hause sein muss. Ist ihre Katze häufiger allein zu Hause, dann sollten sie gleich über die Anschaffung einer zweiten Katze nachdenken. Am besten vertragen sie sich, wenn die Katzen aus dem gleichen Wurf stammen oder früh aneinander gewöhnt werden. Bei der verträglichen Maine Coon sollte auch jede spätere Gewöhnung aneinander problemlos verlaufen. Auch das Zusammenhalten mit einem Hund ist möglich. Eine ruhige Kuschelkatze ist die Maine Coon nicht, dafür verfügt sie über ein zu lebhaftes Temperament. Sie lässt sich aber abends gerne auf der Couch den Bauch streicheln. Wer also keine zu stille Katze mag, mit der es auch einmal wilder in der Wohnung zugehen kann, seine Katze aber auch verwöhnen und mit ihr kuscheln möchte,der wird mit der Maine Coon seinen idealen Partner finden.
Die Geschichte der Maine Coon
Die Maine Coon ist unter allen inzwischen aus Amerika anerkannten Rassen wohl die "amerikanischste". Ihre Herkunft und Geschichte sind zweifellos amerikanisch, werden jedoch von vielen Gerüchten umrankt. Teil der Spekulationen bietet das Aussehen dieser Katze, das mit dem buschigen Schwanz und der markanten Bänderung an einen Waschbären erinnert. Alle Spekulationen dahingehend, dass sich in der Ahnenreihe der Maine Coon ein Waschbär findet, können getrost vergessen werden. Es ist genetisch gesehen unmöglich, dass bei einer Paarung twischen einer Katze und einen Waschbären Nachwuchs gezeugt werden kann. Ebenso unwahrscheinlich, wenn auch nicht unmöglich, ist eine Paarung zwischen Katze und Luchs, von dem die Rasse ihre typischen Haarbüschel an den Ohren haben soll. Für beide genannten Merkmale bleiben zudem festzustellen, dass wir sie auch bei Katzen der alten Welt finden, sie also durchaus in den normalen Genschatz aller Katzen gehören. Die europäische Katze, die der Maine Coon unzweifelhaft am ähnlichsten sieht, ist die Norwegische Waldkatze. Die Herkunft des Namens der Maine Coon liegt heute ebenso im Dunkeln wie Ihre Entstehungsgeschichte. Einfach zu erklären ist das "Maine" im Namen, denn aus diesem Staat an der Ostküster der USA ganz im Norden an der Grenze zu Kanada kommt die Rasse. Das " Coon" könnte eine Anspielung auf die tatsächlich vorhandene Ähnlichkeit mit dem Waschbären sein, der auf englisch racoon heißt. Natürlich findet man auch für die Entstehung des Namens eine Legende. Demnach sind die Katzen, die bis ins frühe 20. Jahrhundert nochh Coon Cats hießen, Nachfahren langhaariger Katzen, die mit Kapitän Tom Coon von England nach Amerika kamen. Kapitän Coon machte häufiger in den Häfen von Maine halt. Seine langhaarigen Katzen hatte er immer bei sich. Sie gingen natürlich auch mit von Bord. An Land paarten sie sich dann mit den einheimischen Kurzhaar- Katzen. Aber es gibt noch andere Erklärungsversuche dafür, wie die Ahnen der Maine Coon nach Amerika kamen. Neben einigen Theorien, nach denen die bereits langhaarigen Ahnen der Maine Coon von den Wikingern nach Amerika gebracht wurden oder diese von Katzen des französischen Königshauses des späten 18. Jahrhundert abstammten, erscheint eine wesentlich nüchternere Theorie am plausibelsten. Die langhaarigen Vorfahren der Maine Coon kamen im 18. Jahrhundert mit den ersten Siedlern nach Amerika. Es waren wahrscheinlich Katzen vom Perser-und Angora- Typ, die sich dann mit einheimischen kurzhaarigen Katzen paarten. Der US-Bundesstaat Maine liegt weit im Norden an der Ostküste an der Grenze zu Kanada. Das lange,dichte Fell war bei der kalten Witterung sicher ein Vorteil. So entwickelte sich ein semilanghaariger Katzenschlag, der sehr robust und groß war. Die erste schriftliche Erwähnung der Maine Coon finden wir in The Book of the cat,das 1903 beim Londoner Verlag Cassell & Co.erschien.Hier beschreibt Mrs.F.R. Pierce die Rasse noch als Maine Cats,wie sie bis zum beginnenden 20.Jahrhunderts auch hieß. Sie besaß mit dem Kater Captair Jenks of the Horse Mannes bereits 1861eine für die Rasse typische Katze. In den Häfen der Region, so berichtet sie, sind solche Katzen bereits seit Jahrzehnten bekannt und verbreitet. Als Hauptstadt der Maine Coon wird oft der kleine Hafenort Biddefort genannt, der etwa 150 Kilometer nördlich von Boston an der nordamerikanischen Ostküste liegt. Selbstverständlich im Bundesstaat Maine.
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